Zurück

KirchgemeindePlus

Kirchgemeinden wohin?    

Diskussion Rahmenorganisation in Kirchensynode

Im Juni 2017 wird die Kirchensynode (kantonales Kirchenparlament) über das vom Kirchenrat vorgelegte Konzept der Neugestaltung der Kirchgemeinden abstimmen. Geht es nach dem Willen des Kirchenrates, wird es nur noch ca. 40 statt der heutigen 177 Kirchgemeinden geben. Das sind im Durchschnitt gegen 9000 Mitglieder pro Kirchgemeinde. Mit dieser Massnahme will der Kirchenrat Rahmenorganisationen schaffen, in denen vielfältige Formen von kirchlicher Gemeinschaft möglich sind - als Netzwerk, Gesinnungsgemeinschaft, Beteiligungskirche, Bewegung. Gleichzeitig soll diese neue, umfassende Form von Kirchgemeinde dazu beitragen, dass die Kirche im Kanton weiterhin als gesellschaftsrelevante Institution wahrgenommen wird. Bereits im Juni 2016 sollen die Konturen der neuen Kirchgemeinden vorliegen.

Aktuellste Informationen zu KirchGemeindePlus im Bezirk Hinwil sind auf folgender Webseite ersichtlich: www.kirche-bezirk-hinwil.ch

Weiteres Vorgehen Bezirk Hinwil

Um den einzelnen Kirchgemeinden im Bezirk den Druck zu nehmen, mit den nächstbesten Nachbargemeinden fusionieren zu müssen, beschlossen Delegierte aus allen Kirchgemeinden des Bezirks vor einem Jahr an einer Konferenz in Wald, die Idee einer Lösung für den gesamten Bezirk zu verfolgen. Nun konnte an einer weiteren Konferenz am 27. Oktober 2015 in Wolfhausen die Projektorganisation dazu ins Leben gerufen werden. Das Projektteam besteht aus Marianna Schmuki (Kirchenpflegerin in Fischenthal), Martin Trüb (Jugendarbeiter in Rüti), Thomas Muggli (Pfarrer in Bubikon) und Bernhard Neyer (Kirchgemeindeschreiber in Wetzikon), der das Team leitet. Es hat den Auftrag, zwei Modelle zu erarbeiten, wie ein Zusammenschluss der Kirchgemeinden des Bezirks zu einer Rahmenorganisation aussehen könnte. Die beiden Richtungen, die dabei verfolgt werden sollen, sind:

  • als Dachverband: ein Zusammenschluss unter Beibehaltung der rechtlichen Form der heutigen Kirchgemeinden
  • als Kirchgemeinde: ein Verbund von lokalen Kirchgemeinschaften, die juristisch als eine einzige Gemeinde auftreten.

Wichtig und zentral ist allen Verantwortlichen der Kirchgemeinden, dass das kirchliche Leben weiterhin vor Ort stattfinden und sich dort mit je eigenem Profil, ausgehend vom heutigen Gemeindeleben, weiterentwickeln kann. Eine gemeinsame Rahmenorganisation - ob Dachverband oder Gesamtkirchgemeinde - hat dem kirchlichen Leben in den Dörfern und Quartieren zu dienen. Entsprechend sollen die örtlichen Kirchenbehörden für die Gemeindearbeit weiterhin über ein entsprechendes finanzielles Budget verfügen können. Zu klären wird sein, welche Verwaltungsaufgaben besser lokal und welche effizienter zentral ausgeführt werden, welche Organe dazu notwendig sind, wie die Kompetenzen verteilt werden sollen, und wie die örtlichen Kirchgemeinschaften einander ergänzen, Synergien nutzen und bezirksweite neue Initiativen entwickeln und unterstützen können. 

Das Projektteam wird begleitet, überwacht und beauftragt von einer Steuerungsgruppe mit je zwei Delegierten aus jeder Kirchgemeinde. Diese Steuerungsgruppe bestimmt auch, was den Kirchgemeinden schliesslich zur Entscheidung vorgelegt werden wird. Als Vorsitzender der Steuerungsgruppe wurde Peter Schafflützel (Pfarrer in Fischenthal) gewählt. Ihm zur Seite stehen als „Büro“ der Steuerungsgruppe Martin Fischer (Präsident der Bezirkskirchenpflege) und Christian Meier (Vizedekan).

Die Kosten für das Projekt werden auf die Landeskirche und die beteiligten Kirchgemeinden aufgeteilt.

Projektteam PT und Büro der Steurungsgruppe BS (v.l.n.r. Thomas Muggli PT, Marianna Schmuki PT, Martin Fischer BS, Peter Schafflützel BS, Bernhard Neyer PT, Martin Trüb PT. Nicht auf dem Bild: Christian Meier BS)

Weitere Informationen:
Newsletter Nr. 1 (September 2014)
Newsletter Nr. 2 (März 2015)
Newsletter Nr. 3 (Dezember 2015)
Newsletter Nr. 4 (Februar 2016)
Newsletter Nr. 5 (April 2016)
Newsletter Nr. 6 (Juni 2016)
Newsletter Nr. 7 (Juli 2016)
Newsletter Nr. 8 (März 2017)

Stellungnahme Kirchgemeinde Rüti zur Vernehmlassung zum Projekt KirchGemeindePlus vom 21. Dezember 2016.