Wochengedanken vom 2. Juli 2020

Liebe Leserinnen und Leser der «Gedanken zum Tag»

Seit Mitte März haben wir den Kontakt mit Ihnen in dieser Form gepflegt und täglich einen Denkanstoss mit Wort, Musik und Lied gegeben. Wir danken für die positiven Rückmeldungen, die wir dazu erhalten haben.

Seit dem Pfingstsonntag dürfen wir nun wieder Gottesdienst feiern und freuen uns auf die persönliche Begegnung und den Austausch mit Ihnen. Das Pfarrteam ist weiterhin auch telefonisch für Sie erreichbar.

Jeweils am Donnerstag werden wir auf den Homepage einen «Wochengedanken» publizieren, der in gedruckter Form auch an die Seniorinnen und Senioren im Alterszentrum und in den Alterswohnungen verteilt wird.

 

Die Kraft der 7 Ich-bin-Worte Jesu

Haben Sie schon einmal von den 7 Ich-bin-Worten von Jesus gehört? Sie stehen allesamt im Johannesevangelium. Diese kurzen Sätze sind eine Art von Titeln, die Jesus als den Erlöser umschreiben. Jedes dieser Worte hat eine starke Symbolkraft. Darum werden diese Worte gerne auch als kurze Gebetsworte verwendet.

Zum Beispiel: Wir alle kennen schwierige Lebenssituationen. Vielleicht eine Krankheit, der Verlust eines nahen Menschen, ein beruflicher Engpass, Scherben in einer Beziehung. Möglicherweise stecke ich darin fest und fühle mich ausweglos. – Welch eine Kraft kann dann das Wort haben Jesus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. – Im Gegensatz zu Sackgasse, Trug, Tod. Oder: Ich bin die Tür. – Wir fassen neuen Mut im Vertrauen auf den Einen, der neue Türen öffnen kann.

Probieren Sie doch in Gedanken die untenstehenden Ich-bin-Worte für die Lebenssituation „Ausweglosigkeit“ grad selber aus!

 

Wohl nicht zufällig gibt es 7 Ich-bin-Worte. Für jeden Wochentag eines. Sie können verschieden verteilt werden. Schauen Sie sich diese Anordung an. Sie gefällt mir besonders gut:

Sonntag           Ich bin die Auferstehung und das Leben.   (Johannes 11, 25)

Montag            Ich bin die Tür.                                                 (Johannes 10, 9)

Dienstag          Ich bin das Licht der Welt.                             (Johannes 8, 12)

Mittwoch         Ich bin das Brot des Lebens.                          (Johannes 6, 35)

Donnerstag     Ich bin der Weinstock.                                     (Johannes 15, 1)

Freitag              Ich bin der gute Hirte.                                     (Johannes 10, 11)

Samstag            Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. (Johannes 14, 6)

 

Natürlich verändern diese Worte nicht automatisch schwierige Lebensumstände. Aber sie haben die Kraft meinen Blick darauf zu verändern. Ich gebe zwei Beispiele:

In einem Krimi sagt der Kommissar nach einem erfolglosen Ermittlungstag, er wolle sich den Ort des Geschehens am nächsten Tag noch einmal anschauen. Auf die mutlose Frage, was denn am Ort morgen anders sei als heute, antwortet er: Nicht der Ort, aber ich werde morgen ein anderer sein.

Das andere Beispiel: Eine Seelsorgerin, die speziell mit jungen Menschen in der Drogenszene arbeitet, erzählte einmal von ihren Gesprächssituationen. Da sitzt beispielsweise eine junge Frau ihr gegenüber. Vielleicht öffnet Sie sich den behutsamen Fragen, vielleicht fasst sie kein Vertrauen. Die Seelsorgerin erklärte dann in erfrischender Einfachheit, wie sie an Christus denke. Und so seien sie schon zu zweit, die versuchten den Zugang zu dieser jungen Frau zu finden.

Welche Ich-bin-Worte würden bei diesen zwei Beispielen am stärksten zu Ihnen sprechen?

Es gibt Worte, Gebete, Bibelverse, die uns ein Leben lang treu sind, vielleicht auch während der Zeit einer speziellen persönlichen Herausforderung. Diese 7 Worte können Lebensbegleiter sein. Sie sprechen mich an, fordern mich heraus. Ich wachse an ihnen. Es lohnt sich, auch ihre Zusammenhänge zu lesen.

Einmal entdeckt nehme ich sie immer wieder gerne „zur Hand“.

Thomas Gottschall, Pfarrer

 

Gedanken zum Tag der letzten Tage:

 

Wochengedanken, von Pfarrer Thomas Gottschall, 2. Juli 2020

» mehrWochengedanken vom 2. Juli 2020

Unser Pfingstgottesdienst, 31. Mai 2020, in der Kirche und Online

Nach der langen Phase der räumlichen Trennung freuen wir uns, mit Ihnen gemeinsam am kommenden Sonntag den Pfingstgottesdienst in unserer Kirche zu feiern.

Für alle, die den Gottesdienst online anschauen möchten, haben wir die Feier im Voraus aufgezeichnet. Das Video steht ab sofort zur Verfügung.

 

Gottesdienst vor Ort:

  • Sonntag 31. Mai 2020, 09:30 Uhr Ref. Kirche Rüti
  • Leitung: Pfr. Thomas Gottschall
  • Musik: Orgel, Jürg Sigrist | Gesang, Katja Liechti | Querflöte Kathrin Trüb
  • kein Fahrdienst
  • Informationen zum Schutzkonzept

 

Gottesdienst Online:

  • Leitung: Pfrn. Claudia Rüegg | Pfrn. Galina Angelova | Evelyne Baumberger EPS-Praktikantin | Pfr. Thomas Gottschall
  • Musik: Orgel, Jürg Sigrist | Trompete, Basil Hubatka | Gesang, Katja Liechti
  • Deko: Esther Bodmer
  • Technik: Mathias Brechbühl, Martin Trüb
  • Manuskript Pfingstgottesdienst 31. Mai 2020

 

 

Kollekte:

Am Pfingstsonntag gedenken die Kirchen in der Schweiz speziell der Flüchtlinge auf der ganzen Welt und bei uns. Die Kollekte ist deshalb für die Flüchtlingsarbeit des HEKS im In- und Ausland bestimmt. HEKS ist das grosse Hilfswerk unserer evangelisch-reformierten Kirchen in der Schweiz. Es setzt sich mit viel Erfahrung für Menschen ein, die ihre Heimat verlassen müssen und anderswo Schutz suchen. In Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt es Hilfsprogramme für Flüchtlinge. In der Schweiz führt es Integrationsprojekte durch und unterstützt Projekte für Rückkehrhilfe. Mit der heutigen Kollekte ermöglichen wir dem HEKS Flüchtlingen auch in den Situationen und Orten zu helfen, wo wir persönlich nicht hinkommen.

Konto:         IBAN: CH29 0900 0000 8002 2585 9           |           PC 80-22585-9

HEKS Flüchtlingssammlung Kanton Zürich, Hilfswerk der Evang. Kirchen der Schweiz, 8021 Zürich

www.heks.ch

Herzlichen Dank für Ihr Mittragen.

Das Pfarrteam

 

 

Gedanke zum Tag der letzten Tage:

Fragen bringen weiter, von Evelyne Baumberger, 30. Mai 2020

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