Mit dem Aschermittwoch beginnt die Passionszeit, die an den Leidensweg Jesu Christi erinnert und im Karfreitag mündet. Das Wort Karfreitag stammt vom althochdeutschen «kara» für Klage, Kummer und Trauer. Klagen zu dürfen tut uns Menschen gut – nicht immer stark sein zu müssen und Sorgen mit Christus und anderen zu teilen. Von Aschermittwoch bis Karfreitag sind Sie eingeladen, kleine Zettel mit Ihren Anliegen in die Mauerritzen zu legen – ähnlich der Klagemauer in Jerusalem. So können Sorgen, die oft allein getragen werden, Gott hingelegt und vielleicht losgelassen werden.
Wo Klage Raum findet, kann neues Leben wachsen. An Ostern verwandelt sich die Mauer in ein Zeichen der Lebendigkeit mit Blumen, Pflanzen und Schmetterlingen. Die zuvor karge Mauer blüht auf: Das Leben stirbt nie ganz. Dieser Anblick soll ermutigen, stärken und Hoffnung schenken.
Stefanie Porš, Pfarrerin
Die Kirche Rüti ist werktags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Bitte benutzen Sie den Seiteneingang.
Stefanie Porš
Pfarrerin
